• Gina & Sandro

Wieder auf Sansibar - unser neues Zuhause?


"Hä? Warum wieder Sansibar? Ich wart doch schon mal dort! Und wie? Euer neues Zuhause????"


Ja, was sollen wir sagen...? Diese ostafrikanische Insel im indischen Ozean hat uns bereits im September 2021 in ihren Bann gezogen. Recht schnell konnten wir uns hier mehr vorstellen, als nur die Insel zu erkunden. Ja, hier ein Häuschen zu besitzen und uns eine "Base" zu schaffen. Das wäre ja der Hammer!!


Tja...und nun? Uns wurde bewusst, dass Sansibar unser 1. Stopp auf unserer Weltreise war und ja vielleicht noch viel schönere Orte auf uns warteten. Also, nichts überstürzen!! "Pole, pole", würde man hier auf Sansibar sagen.


Im Oktober 2021 ging es weiter in Richtung Mexiko und innerhalb von 8 Monaten bereisten wir fast ganz Zentralamerika. In jedem Land stellten wir uns die Frage, ob wir uns hier ein Zuhause vorstellen könnten. Die Länder waren wunderschön, aber auf Sansibar hatten wir uns rundum wohl gefühlt. Die Menschen, das Essen, die Landschaft und noch vieles mehr muss einfach passen. Und das Wichtigste: das Herz muss "JA" sagen! Und das war eben auf Sansibar der Fall...


Nach einem Zwischenstopp in Europa, beschlossen wir Afrika weiter zu bereisen. Mit einem Jeep inkl. Dachzelt fuhren wir quer durch Namibia. Es war traumhaft! Eigentlich sollte es nach Südafrika weitergehen, aber der Winter dort ist wohl nicht sehr angenehm. Also, was liegt dann nahe? Sansibar! Hier ist es zwar auch Winter, aber 26 Grad und strahlenden Sonnenschein, ja, das gefällt uns doch besser! Wir freuten uns mega!!


Auf Sansibar angekommen, war da wieder das Gefühl... Unsere Herzen schlugen schneller....Wir sind wieder da!! ❤️



Die erste Woche hatten wir nur damit zu tun, damals neu gewonnene Freunde zu begrüssen und ausgiebig zu quatschen. Es folgte ein Besuch von zwei lieben Österreichern, die wir in Namibia kennenlernen durften. Ein gemeinsamer Wochenendtrip nach Stone Town war dann natürlich ein Muss! Ganz nebenbei schauten wir uns auch noch Grundstücke an. Ja, es war ganz schön viel los...


Und schon nach kurzer Zeit bot sich uns dann diese Gelegenheit: ein wunderschönes Grundstück in 3. Linie zum Meer! Es war sofort klar!! Das sollte es sein!!


Die Begeisterung für das Grundstück in 3. Reihe zum Meer, wurde durch weitere Besichtigungen nur verstärkt. Es dauerte auch nicht lange, da waren alle Ideen, die den Hausbau betrafen, in 3D auf Papier gebracht. Die Verhandlungen mit dem Eigentümer des Grundstücks waren schnell abgeschlossen und der Termin für das Meeting beim Sheha stand. Wir waren happy!!

Der Sheha ist hier so etwas wie ein Häuptling des Dorfes oder ein Bürgermeister. Ohne ihn geht hier Garnichts. Er muss einem Grundstückskauf oder einer Miete zustimmen. Er kennt die Gegebenheiten vor Ort, wie auch die Nachbarschaft. Die Familie und die Nachbarschaft muss dem Akt übrigens auch zustimmen. Sonst kann man es ebenfalls vergessen. Jetzt musste nur noch das Geld aus der Schweiz nach Tansania transferiert werden, denn abgemacht ist eine Barzahlung der 10-jährigen Miete im Beisein vom Sheha. Ohne ein eigenes Konto vor Ort eine echte Herausforderung. Mittlerweile hatten wir jedoch schon viele gute Kontakte zu hier lebenden Deutschen, Schweizern und Österreichern, so dass sich schon bald eine Möglichkeit auftat. Wenn auch über Umwege. Sandro machte sich mit einem Freund schon früh auf den Weg nach Stone Town, um das Geld von der Bank zu holen. Da die überwiesene Summe jedoch die normalen Beträge hier deutlich überstieg, musste ein Nachweis her, wofür das Geld gebraucht wird. Und wieder mussten wir unsere Kontakte spielen lassen....ein paar Scheinchen wird man übrigens für solche Kontakte auch los... Das ganze hin und her kostete Sandro den gesamten Tag. Wir glaubten kaum, dass heute noch der Termin beim Sheha stattfinden konnte. Es war einfach schon zu spät. Um 17 Uhr trudelte dann Sandro mit einem prall gefüllten Rucksack endlich ein. Ein paar Anrufe später stand dann der Termin beim Sheha. "Jetzt!" Was für eine Hauruck Aktion! Aber happy waren wir schon, dass wir das Grundstück heute Abend "unseres" nennen können! Der Raum des Shehas war prall gefüllt. Acht Leute sassen um den Schreibtisch, der das einzige Möbelstück in diesem Raum war. Wir ganz vorne. Neben uns unsere Zeugen und der Vermieter. Es fühlte sich fast an wie beim Standesamt. Nach einer Vorstellungsrunde trug unser Freund Hassan unser Anliegen vor. Der Sheha blätterte in seinem grossen Buch und griff zum Telefon. Wir verstanden kein Wort, aber das Gespräch hörte sich irgendwie nicht so gut an. Die Spannung war im ganzen Raum zu spüren. Was geht hier vor?

Fortsetzung folgt...


Liebe Grüsse aus Jambiani

Gina & Sandro


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